Neapel mit dem Auto

Strasse in Pompei
Antike Pflastersteine in Pompei

Man sagt mir ja nach ich kann das nicht, aber wenn dem so wäre, dann hätte ich hier schon einen Unfall gebaut oder mehrere.

Ironische Kurzfassung: Wir haben – unwissenderweise – ein Hotel in der Altstadt von Neapel. *hust* da kommt man supertoll hin mit Navi *hust* die Strassen sind auch alle so Breit und das Pflaster ist so schön frei von Schlaglöchern *röchel* und die Kurven sind so einfach … man sieht ja auch immer ob was kommt und die Fussgänger und Rollerfahrer hängen alle so an ihrem Leben, dass sie äußerst vorsichtig sind *gnarf*

Also von vorne: Wir haben wie immer mit sehr viel Weitsicht und Vorausplanung unseren Urlaub gebucht und selbstverständlich schon zu Hause alle Reiseführer genau studiert. Hah! Reingefallen, haben wir natürlich nicht. Wir dachten uns also: “Tolle Idee, wir buchen ein Hotel in der Altstadt von Neapel, da steht, es hat eine Garage!” Schliesslich wollten wir ja ein Mietauto, damit wir viele Ausflüge machen können (unter anderem die Costiera Amalfitana wartet auf uns).

Also 1. Neapel und 2. Altstadt und 3. ich muss fahren. Welches von den drei passt nicht dazu? Richtig: numero tre! Nun ist es aber halt so, dass wir ein Auto haben und … jetzt muss es halt gehen. Wir holten also unseren süssen kleinen niedlichen schwarzen Fiat 500 am Flughafen ab.

Es ging schon mal gut los, denn der fuhr nur rückwärts. Automatik. Ich bin ja noch nie Automatik gefahren muss ich dazu sagen. Und jetzt fuhr das Auto nur rückwärts und wir sprechen kein italienisch. Mit viel Handwedeln und Radebrechen fanden wir gemeinsam mit dem netten Menschen von der Autovermietung heraus, dass ich vielleicht einfach etwas mehr aufs Gas treten musste beim anfahren, damit das Auto auch anfährt und nicht rückwärts rollt. (Man merke sich dieses Feature bitte, das wird noch wieder interessant!)

Als nächstes fanden wir die Ausfahrt vom Parkplatz nicht, doch das waren im Vergleich alles klitzekleine Problemchen. Kurz darauf waren wir auf der Tangenziale unterwegs in die Stadt. Noch war alles gut. Schnell merkten wir: es herrschte eine Menge Verkehr und die Italiener haben einen etwas “anderen” Fahrstil als die Deutschen. Wobei mir ja der hiesige schon irgendwie sympathisch ist. Das ist mehr so “Leben und Leben lassen”. Deutschland pflegt da eher sowas wie “Autodarwinismus” (“Ich bin grösser,  schneller und habe das fiesere Tagfahrlicht”). Allerdings bin ich hier schon so viel rechts überholt worden an 2 Tagen wie in Deutschland in meinem ganzen Leben nicht.

Die erste Fahrt zum Hotel wurde bald spannend, sobald man nämlich die Maut der Tangenziale bezahlt hat (85 cent) und in die Stadt fährt, geht es los: das wunderbare Pflaster. Im Mittelalter hochmodern und seitdem nicht renoviert. Wenn man einem Schlagloch ausweicht, trifft man 3 neue oder so fühlt es sich an. Ich traue mich gar nich schnell zu fahren, was dazu führt, dass hinter mir eigentlich immer ein hupender Italiener klemmt, der nur darauf wartet, dass irgendwo genug Platz ist um mich zu überholen.

Als nächstes kommen die Rollerfahrer ins Spiel, denn die fahren überall wo sonst nix mehr hinpasst. Ich habe noch nie so oft meinen rechten Aussenspiegel (wir haben das Auto mit einem bereits in viele Teile gesplitterten bekommen) benutzt. Trotzdem sieht man oft nur im Augenwinkel, dass sich gleich ein Rollerfahrer mit Karacho vor einen setzt.

Dann sind da noch die unsichtbaren Ampeln. Ich will nicht wissen, wie viele ich schon überfahren habe. Und die Zebrastreifen. Das Protokoll dafür ist mir noch nicht klar. Ab und zu stehen da Leute … meistens halte ich trotzdem nicht an, weil ich gerade irgendwie versuche rauszufinden wie ich mich nicht noch weiter verfahre. DIe Italiener halten auch nicht an aber aus anderen Gründen vermute ich. Manchmal laufen die Fussgänger auch los. Das ist mutig. Aber – wie wir auch schon gemerkt haben – ohne Mut überquert man hier zu Fuss gar keine Strasse.

Und dann unser Navi … hilft ja schon. Aber irgendwie haben wir uns trotzdem verfahren. Und dann habe ich quasi mitten auf der Hauptstrasse einen U-Turn gemacht und ich sag euch was: der Fiat hat keinen besonders guten Wendekreis 😦 Hauptstrasse ist hier übrigens alles, was entweder 2 spurig ist oder Gegenverkehr hat. Zum Grossteil besteht Neapel aber aus 1-spurigen Einbahnstrassen. Manchmal sind das auch keine Einbahnstrassen, wie das mit Gegenverkehr gehen soll weiss ich nicht.

Wir hatten zwar die Adresse vom Hotel, aber irgendwie kurvten wir eine gefühlte Stunde durch die Gassen der Altstadt. In jeder deutschen Stadt, wäre das alles Fussgängerzone. Sowas gibts hier aber nicht. Und manchmal gehts auch plötzlich steil den Berg rauf und das mit dieser Automatik. Anfahren am Berg habe ich auch schon geübt. Und mit dem Kuppelfuss bremsen, das ist auch ne ganz tolle Sache: heute schon genickt? Rolland würde wohl sagen “mehrmals!”

Also hier mal meine “Verkehrsregeln für Neapel”

 

  1. man fährt in so viel Spuren wie Platz ist
  2. der zuerst da ist hat recht
  3. hupen sind zum hupen da
  4. überholt wird, wo es passt links oder rechts total egal
  5. Rollerfahrer sind alle lebensmüde und fahren überall
  6. fussgänger überqueren strassen wo sie wollen
  7. Blinken ist total überbewertet
  8. Ampeln sind unsichtbar
  9. Wenn man abbiegen will macht man das auch wenn man falsch eingeordnet ist

ich fand immer schon deutsche Autobahnen mit all den Freaks anstrengend. Hier hat man eine Auffahrt, bei der die Einfädelspur nach gefühlten 10 Metern zu Ende ist. Überholt wird auch hier wie man lustig ist, notfalls auf der Standspur.

Und unsere erste Fahrt zum Hotel …. grossartig, wir haben es nämlich ohne Herzinfarkt überlebt!

Das sozialpsychologische Fest

Fest 2010 - Zuschauer Wir waren auch dieses Jahr auf dem Fest zum Klassikfrühstück. Nach der Erfahrung mit dem letzten Jahr sind wir extra früh losgezogen um uns einen guten Sitzplatz vor der Bühne zu sichern. Nachdem das Wetter Freitag und Samstag nicht sehr “Fest”-lich war, sah es Sonntag morgen schon viel besser aus: kein Regen und sogar die Sonne machte Anstalten mal rauszukommen.Rolland hatte schon durchgegeben, dass er einen guten Platz bekommen hatte.

Wir liessen uns nieder und begannen schon einmal unser mitgebrachtes Frühstück zu vernichten, während auf der Bühne noch alles leer war. Gespannt warteten wir auf die Musik und auf das Harfensolo 🙂

Doch dann begann der “Spass”. Zur Sicherheit der Zuschauer bei den etwas besser besuchten Konzerten Abends waren (im Bild sichtbar) so Metallsperren aufgestellt. Mehrere Reihen davon zogen sich komplett über den Platz vor der Bühne. Dort stellten sich Leute hin. Zunächst standen nur kurz welche da. Dann etwas länger. Stehende Leute inmitten von lauter Sitzenden blockieren schon ganz gut die Sicht zur Bühne. Das nervte natürlich, wir wollten doch nicht nur hören sondern auch sehen. Ich überlegte schon hinzugehen … der würde schon irgendwann gehen mit seinem Sohn, so lange kann man kein Kind hochhalten.

Wie es so ist: der Mensch tut das, was sozial akzeptiert ist und wenn da schon einer steht, dann stellt sich auch schnell ein zweiter dazu. Und dann ging tatsächlich auch einer unserer Frühstücksnachbarn hin und bat ihn sich doch irgendwo hinzusetzen. Die Diskussion wärte nur kurz und – welch Überraschung – hatte nur zum Ergebnis, dass der nette Herr und seine Frau zwei Schritte nach rechts machten und nun uns die Sicht auf die Bühne komplett nahmen.

Wider besseres Wissen, versuchte ich es auch nochmal und immerhin verschwand kurz darauf – trotz allgemeiner Uneinsichtigkeit, da sei ja nirgends Platz zum setzen – der junge Vater mit seinem Sohn. Das ältere Paar jedoch machte keine Anstalten sich davonzumachen. Deeskalierende Überzeugungstechniken hatten während dem Konzert leider nicht wirklich ihren Platz.

Zuguterletzt ging Rolland hin und bot den beiden an sich doch bei uns auf der Decke niederzulassen, da war die Sicht ja gut und wir hatten sogar bequeme Isomatten drunter und zu Essen und trinken hatten wir auch was über. “Ich lass mich doch hier nicht anscheissen” war die aufgebrachte Antwort.

Ich übte mich danach in Entspannung, da ja klar war, dass sie jetzt erst recht die ganze Zeit da bleiben würden.

Und wie die Geschichte sich fortsetzte? Wo einmal wer steht, steht bald ein zweiter und je mehr da stehen desto mehr stellen sich dazu und am Ende war die ganze Reihe voll und es versuchte auch niemand mehr die Leute zum weggehen zu bewegen.

Wir haben mehrere wichtige Lektionen gelernt, die wichtigste:  wir gehen wohl besser nicht hoch und sagen dem Nachbarn, dass er seine Kästen mal reinhängen soll statt immer unsere Terrasse und Markise mitzugiessen bevor wir nicht eine Lösung für die im schlimmsten Fall folgende nachbarschaftsstreitliche Eskalation haben.

PS: die Musik war toll – inklusive der zuerst gespielten Zugabe – und das Harfensolo konnten wir immerhin über die grosse Leinwand verfolgen

Die Koch Amateure

Gestern beim abendlichen Einkauf hatten wir uns erfolgreich an Schokolade, Chips und Cola vorbeigeschlichen, nur um kurz vor der Kasse beim Zeitschriftenregal kleben zu bleiben.

Schon länger hatte mich – als Fan italienischer Küche – das Hochglanzmagazin “so isst Italien” angelacht. Da ich schon länger mehr kein “Eins Ah!” (sehr gutes Baden-Württemberg Magazin) gesehen hatte, griff ich mir also die Weihnachtsausgabe, es war nicht mal eine Gans vorne drauf abgebildet. Meine dies und letztjährige Dezember Ausgabe von “Lecker” hatten nicht nur fast identische Cover sondern auch viel zu ähnlichen Inhalt … selber schuld.

Zurück zu “so isst Italien”. Also nach überfliegen des Magazins: ich hoffe so isst Italien nicht. Da hatte ich bisher einen besseren Eindruck aus meinen verschiedenen Kochbüchern zum Thema. Das Magazin ist ein bisschen wie ein “findet den Fehler” Bild.

1. Rezept mit Bresaola Rucola Parmesan Röllchen für 6 Personen. Klingt total gut, muss ich unbedingt mal machen. Nur ob für 6 Personen, 16 Scheiben Bresaola eine gute Menge sind?
2. Risotto Milanese: ganz klar das beste Risotto, dass es gibt. Das Rezept habe ich mir dann allerdings nicht angeschaut, nachdem das zugehörige Photo statt Risotto einfach nur gelben Basmatireis zeigt.
3. Ein weihnachtlicher Hexenpunsch. Nachdem ich das Bild gesehen hatte, musste ich dieses Mal ausführlich das Rezept studieren, nur irgendwie fanden sich da zum Glück keine Erdbeeren drin.

Ich will gar nicht wissen, was ich alles noch nicht gefunden habe. Aber ich bin mir sicher, diese Kochzeitung kaufe ich nicht nochmal.

Spore & SecuROM

Amazon is too fast. The game was ordered and only hours later we found out that it is one of the games that infects your computer with the malware that is SecuROM. By that time it was already sent out and we could not cancel the order anymore. On Amazon.de and Amazon.com the game is getting tons of 1-star reviews because of this. As I write the number of negative reviews nears the 2k mark on Amazon.com.

While I think that the negative reviews are much better than not buying a game, I am not willing to have a DRM-Rootkit on my computer. Thanks no. I’ve always been a paying customer for all you DRM industries out there. This game I am returning. It wouldn’t be so bad if it was just some DRM but SecuROM is really just too much.

Breaking News

I broke some stuff today.

Today I’ll be extra careful on my way home. So far I have – after just having recovered from a database crash – deleted an important table on my blog. Luckily only after making a complete backup.

Later I managed to ‘rm -r *’ one directory higher up in the hierarchy than I thought I was. Lucky again, I noticed before all the data was deleted because my -hacked- local java install was not writable and asked wether I wanted to delete the files. I was then able to rsync the missing data from another host in the same cluster.

I guess today’s luck is used up.

Update: to top it all, when going home I wanted to lock my screen and instead of ctrl-alt-l for the lock ein managed to hit ctrl-alt-backspace .. killing my X-windows … yay me …

Pwned by png

Because I felt like it, I installed MessageFaces on my mail client which is supposed to make use of the ‘face’ header in emails. So far so good. The plugin installed without trouble. But I have now spent half an hour trying to get an image that conforms to the restrictions placed on the images I can use for that header.

Can someone please tell me how I get a png that is exactly 48×48 pixels and less than 726 bytes large? Why not jpg? I can just reduce the image quality of my jpg …. pngs are much bigger and my best try so far was 2k. Is it gimp? Am I overlooking some of the more obscure options?

Of course it’s just a small gimmick but I would have liked to try it anyway. It seems that the gods of png won’t let me.

Edit(h) says: there’s a guide on the page … oops 😉