Gegrilltes Entenbeinragout

Gestern gab es mal wieder Freistil-Rezept-Verschandelung. Vorhandene Zutat: 2 Entenbeine. In meinem italienischen Lieblingskochbuch fand sich ein Rezept, welches sich so ungefähr dafür eignete.

Das Originalrezept sah vor, dass es ein Ragout wird mit Hühnerbeinen. Das geht auch mit Ente. Nicht ganz dasselbe aber na genug dabei. Eigentlich hätte es dazu auch noch Rotkraut geben sollen, aber auf dem – doch schon etwas länger gelagerten – Rotkohl hatte sich so was komisches graues ausgebreitet, sah nicht unbedingt aus wie normaler Schimmel, aber auch speziellen Schimmel wollten wir nicht. Also kein Rotkohl. Folglich: keine Knödel.

Zutaten:

  • 2 Entenbeine (original: Huhn)
  • 1 Dose Tomaten (original: frische Tomaten)
  • 1 handvoll Schinkenwürfel (original: Speckstreifen)
  • etwas gehackter Knoblauch
  • getrockneter Thymian (original: frischer Majoran)
  • 1/4 Liter Weisswein

Die Entenbeine ordentlich mit Salz und Pfeffer einreiben (ruhig auch schon etwas vor dem anbraten). Schinkenwürfel mit ein bisschen Butter anbraten, dann die Entenbeine dazugeben und von beiden seiten kräftig braten. Knoblauch auch schon mal mit Braten und eine gute Dosis Thymian über alles streuen. Bevor Knobi und Schinken verbrennt die Tomaten dazugeben, wahlweise vorher schon mit einem Schuss vom Weisswein ablöschen. Die Reihenfolge ist vermutlich egal.

Das Original stellt sich nun vor, dass man das ganze schön bei geschlossenem Deckel schmort. Bei Entenbeinen fand ich aber irgendwie besser die gesamte Pfanne bei 180°C in den Backofen unter den Heissluft+Grill zu schieben und da zu belassen bis die Beine (nach ca. 1h) schön knusbrig waren obenauf. Leider fällt beim grillen anschliessend das Fleisch nicht so schön vom Knochen.

Zwischendurch sollte man immer mal wieder etwas Weisswein in die Sosse nachgiessen und am Ende alles nochmal gut einkochen.

Mit etwas getoastetem Brot, dem Kochwein und sonst nichts weiter ein sehr leckeres Essen und die Beine waren wirklich schön knusprig. Leider gibts – wegen der Gier – keine Photos vom Resultat.