Champignons à la crème

Champignons à la crème Letzten Samstag waren wir das erste Mal auf dem Markt auf dem Gutenbergplatz. Unseren kleine geliebten Markt auf dem Werderplatz können wir ja auch nur noch mit dem Auto besuchen, da es viel zu weit ist um all die typischen Markteinkäufe mit dem Rad zu transportieren.

Der Markt auf dem Gutenbergplatz war auf jeden Fall beeindruckend gross und hatte eine unglaubliche Auswahl. Wir haben sicher 2 Stunden dort zugebracht und gestöbert. Und eine ganze Menge Geld ausgegeben.

Ich wollte unter anderem wegen einem Stand dort hin, ein Biobauer, der auch ein Gemüseabo anbietet. Gefunden habe ich ihn, aber nach dem Abo hab ich nicht gefragt. Der Stand war unglaublich teuer. Selbst im Vergleich mit anderem Biogemüse. Keine Frage es sah alles gut aus. Aber ich zahle nicht fast 5 Euro für einen Blumenkohl. Ich war so geschockt, dass wir das Gemüseabo erst mal wieder auf die “wir kümmern uns später drum”-Liste gepackt haben.

An einem anderen Biostand wars dann deutlich günstiger. Ich hatte gesehen, dass es da gemischte Kräutersträußchen gab und nichts ist besser als ein Salat mit einer wilden Kröutermischung. Also haben wir uns angestellt. Das war der einzige Stand mit einer langen Schlange.

Mit unserer Beute kamen wir dann nach Hause und hatten viel Spass daran alles zu verstauen. Samstag gabs dann gleich den Kröutersalat. Am Sonntag waren dann die Champignons fällig. Man nehme (für 2 Personen) :

  • ca. 300g braune Champignons, mittelgross, geputzt und halbiert
  • glatte Petersilie (ca. einen halben Bund) , gehackt
  • 1-2 Knoblauchzehen (oder keine je nach Lust und Laune), gehackt oder gewürfelt
  • 1 weisse Zwiebel (oder Schalotten wenn zur Hand), fein gewürfelt
  • eine handvoll getrockenete Steinpilze (wenn vorhanden) in 100ml warmes Wasser eingeweicht
  • ca. ein halbes Paket Sahne (100-150g), davon die Hälfte aufgeschlagen (oder auch nicht, es war Sonntag ich hatte Zeit)
  • (Koch-)Whisky, Wermut, Weisswein oder Cognac, was halt schmeckt
  • als Beilage hatten wir (faulerweise) Fertigsemmelknödel, 1-2 pro Person (ideal wäre in unserem Fall 1.5 gewesen)

Weil Sonntag war, hab ich erst Mal alle Zutaten gemütlich vorbereitet. Währenddessen kann man schon mal die Knödel einweichen. Sobald man mit den Pilzen anfängt kann man die Knödel dann auch anmachen.

Dann als erstes die Zwiebel in einer Pfanne mit Butter (oder Olivenöl) anschwitzen bis sie schön glasig aussehen. Ich gebe dabei immer schon ein bisschen Salz dazu, weil ich irgendwie finde, dass die Zwiebeln dann weicher werden. Knoblauch dazu und dann können auch schon die Pilze in die Pfanne. Ein bisschen braten lassen und dann die (ich hab sie kleingehackt) eingeweichten Steinpilze und die Petersilie dazu (man kann die Petersilie auch als allerletztes drüberstreuen, Geschmackssache). Mit etwas Whisky ablöschen und danach mit dem Steinpilzwasser aufgiessen. Etwas Einkochen lassen und dann ein Schuss Sahne dazu. Weiter einkochen lassen und mit etwas Pfeffer und Salz abschmecken. Zuletzt die aufgeschlagene Sahne löffelweise zugeben. Ein bisschen aufbewahren für das Servieren. Die Knödel sollten dann eigentlich auch fertig sein. Voilà ein schnelles und einfaches Essen und trotzdem lecker. Es müssen eben nicht immer Pfifferlinge sein. Die sind nämlich nicht immer zu haben und ausserdem teurer und viel nerviger zu putzen.