Spiele testen

Gestern Abend haben wir uns in der Spielepyramide getroffen um ein paar Spiele auszuprobieren. Zunächst haben wir das Kartenspiel zu Caylus (Review) gespielt Caylus Magna Carta. Es hat ein bisschen gedauert bis wir die Regeln verstanden hatten und so haben wir schon angefangen gehabt zu spielen und natuerlich erst Mal einiges recht Unsinniges gemacht. Es geht im Spiel darum eine lange Strasse zu bauen (alle Spieler zusammen eine!). Gebäude entlang der Strasse produzieren Rohstoffe (oder haben Spezialeffekte) mit denen man mehr Gebäude bauen kann oder helfen kann das Schloss auszubauen. Um ein Gebäude nutzen zu können muss man einen Arbeiter darauf haben. Einen Arbeiter auf ein Gebäude zu stellen ist nur eine von vielen Aktionen, die man während einer Runde machen kann. Am Ende der Runde kann man dann die Früchte der Arbeit ernten. Allerdings produzieren nur Gebäude, die der Vogt schon passiert hat und da dieser nach jeder Runde von Spielern bezahlt wird um sich zu bewegen, kann es gerne mal passieren, dass ein Spieler den Vogt zurückbewegt, nur damit ein anderer keine Rohstoffe kriegt. Hier hat ein gewisser Mister Mies sein gesamtes Gold versenkt, denn nichts machte ihm so viel Spass wie das Gesicht eines Mitspielers, der realisierte, dass er wieder mal 2 Arbeiter umsonst platziert hatte, weil der Vogt zurück zum Notar gelaufen war. Die Runde war sicherlich auf Grund unseres anfängliche Regelunverstehens noch nicht ganz repräsentativ. Jeder von uns hat sich mehrfach ein paar ziemlich unsinnige Züge erlaubt. Aber vielleicht war das ganz gut so, denn bei einem Spiel mit der Komplexität wie es schon das Kartenspiel ist, kann man sich sicherlich auch böse verzetteln. So etwas verplant war der Spassfaktor auf jeden Fall sehr hoch, wenn alle die Regeln verstanden haben und keinen Quatsch mehr machen, könnte das ganze aber deutlich anstrengender werden. Was mir aber an Caylus besonders gefallen hat, war der sehr geringe Glücksfaktor.

Danach haben wir Wikinger (Review)gespielt. Da habe eigentlich nur ich die Regeln nicht so richtig verstanden glaube ich. Das Spiel hat nur 6 Runden und diese haben pro Spieler 3 Züge. Nach jeder Runde eine Wertung. Tatsächlich waren wir in weniger als einer Stunde durch. Pro Runde werden 12 Inselteile verkauft (bei 4 Spielern). Ausserdem gibts dazu noch die Bewohner dieser Inselteile. Diese Inseln baut man dann bei sich möglichst geschickt so an, dass die Leute auch darauf wohnen können und, dass sie nicht von den Piratenschiffen attackiert werden, gegen die man sich mit Kriegern aber verteidigen kann. Mir ist es bei diesem Spiel mal wieder ergangen wie beim Poker, wenn ich glaube, dass nach dem Flop sicher noch genau die richtige Karte kommt … will sagen ich hab mich verzockt 😉 Aber es macht Spass geht schnell und ist nicht über die Massen kompliziert. Da jeder sozusagen sein eigenes Spielbrett aufbaut, gibt es vergleichsweise wenig Konflikt mit den Mitspielern. Auch hier hatte ich ne Menge Spass obwohl ich wirklich ziemlichen Unsinn zusammengespielt habe.

Ich würde mir aber vermutlich, wenn ich eines von den beiden kaufen wollte eher Caylus kaufen, da ich dort den Wiederspielwert höher einschätze. Andererseits ist Wikinger deutlich entspannter …

War auf jeden Fall ein Spass und wir gehen sicher mal wieder Spiele testen. Daheim steht jetzt erst Mal mein neues Robo Ralleye auf dem Programm.

Tante Edith merkt noch an: Mir fällt grad auf, dass wir bei Wikinger eine Regel gar nicht beachtet haben … “Zwar gibt es immer ein kostenloses Pärchen, das darf man aber nur nehmen, wenn es keinen teureren Winkinger gleichen Berufs mehr gibt oder man nicht genug Geld für einen teureren Einkauf hat” Oops. Na ja es hätte nicht allzuviel geändert im Spielverlauf. Schätz ich mal so.