Türkei: Eine Chance

Ich sammel mal was ich auf Spiegel so finde.

Richard von Weizsaecker zu den EU Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

[…] Europa ist von 1,5 Milliarden Muslime umgeben. Im Umgang mit ihnen brauchen wir eine rechtsstaatliche demokratische Tuerkei.

Ganz meine Meinung.

Claudia Roth zum selben Thema

[…]
Beim Europäischen Rat am 16. Dezember geht es um genau dies: den Türken Mut zu machen, weiter voranzuschreiten auf dem Weg hin zu einem Rechtsstaat, der Menschenrechte und Minderheitenrechte achtet, der demokratisch verfasst ist, dessen Richter unabhängig sind und in dem das Recht auf freie Ausübung der Religion ein Grundrecht ist, das allen zugute kommen muss, Sunniten, Aleviten, Christen und Juden, und dass niemand wegen seines Glaubens benachteiligt wird. Die Türkei braucht unsere ausgestreckte Hand, auch wirtschaftlich, um Sicherheit und Stabilität zu garantieren in dieser für uns so wichtigen Region

Schönbohm argumentiert, dass die Türkei nicht finanzierbar wäre:

Nach den heutigen Kriterien hätte die Türkei einen Transferanspruch im Volumen von etwa einem Drittel des EU-Haushalts, wovon Deutschland den größten Anteil aufbringen müsste.

Da das in der Tat nicht so eine tolle Idee. Wer weiss aber wie es in der Türkei und der EU 2020 aussieht, wenn es vielleicht so weit wäre? Niemand hat behauptet, dass es nicht noch ein langer langer Weg bis dahin ist! Mit Hans-Dietrich Genscher stimme ich schon wieder mehr überein. Manchmal hat man das Gefühl, dass die Politiker in Rente erst vernünftig werden?

Im Übrigen würde der Beitritt zeigen, dass auch ein muslimisches Land ein demokratischer Rechtsstaat sein kann. Das wäre ein Zugewinn an Stabilität im Mittelmeer-Raum

Nicht alle in der CDU sind gegen die Verhandlungen wie man an Ole von Beust sieht.

(Diese Unsitte bei Spiegel.de alle Vornamen wegzulassen bei den Politikern!)