Outsourcing, Inder und GreenCards

Interview mit Deutschlands Dell-Chef: “Die Cebit hat deutlich an Bedeutung verloren”. Ob diese Aussage stimmt mag dahingestellt bleiben.

Aber ein interessantes Zitat zum Thema bleibt noch zu erwähnen:

Wir betrachten das Thema Outsourcing recht kritisch. Outsourcing führt in der Regel dazu, dass sich Unternehmen sehr eng an einen Partner binden und folglich abhängig von ihm sind. Die Unternehmen verlieren ihr Know-how und die Oursourcing-Leistungen sind allzu oft nur durchschnittlich.

Wird ja doch in vielen Firmen diskutiert, praktiziert und ausprobiert. Was ich davon halte: nix. Ich glaube nicht, dass es funktioniert sich in irgendeinem osteuropäischen oder südostasiatischen Billiglohnland eine Entwicklungsabteilung zuzulegen.

1. Kommunikation: Sprachbarrieren, Zeitzonen, Entfernung. Telefonkonferenzen sind bestimmt total toll.
2. Ausbildungsstand: wer kennt sich denn so gut aus, dass er genau weiss mit was fuer Referenzen und Kenntnissen des dortigen Systems er wen als was einstellen kann? Oft ist doch noch nicht mal klar was ein hiesiger Abschluss bedeutet? Und dann muss teuer nachgeschult werden.
3. Greencards: die Leute sind schlicht zu teuer.
4. Billiger ach echt? Wie war das: selbst fuer diese Länder zahlen manche der hiesigen Firmen zu niedrige Löhne und nach den Schulungen hauen ihnen die Inder, Russen und Rumänen wieder ab.
5. Korruption: ich weiss ja nicht wie es hier ist und wie es dort ist, aber mein Tip ist: in Osteuropa ist alles billiger, wenn man vorher den richtigen schmiert? Jaja Vorurteile. Widerlegt sie doch.

Wobei ich denke, dass es gut ist eine lokale Abteilung zu haben, wenn man einen Markt erschliessen will. Aber mal ernsthaft wer möchte die Anleitung für sein deutsches Produkt in Indien schreiben lassen? Dazu faellt Daniel dem Anleitungsleser sicher noch was ein.